Arduino und RasPi drahtlos koppeln

Drahlos ausgelöst

Im Artikel "Pi am Drücker" [6] in RPG 03/2014 haben wir bereits gezeigt, wie Sie eine analoge Spiegelreflexkamera über einen einfachen Transistorschalter von RasPi aus auslösen. Dazu müssen Sie den Raspberry physikalisch mit der Kamera verbinden, was den Aufbau wenig flexibel macht. Mit RasWIK lässt sich auch dieses Problem lösen: Sie hängen die Kamera einfach an den per XinoRF realisierten Transistorschalter und kontrollieren diesen drahtlos vom RasPi aus.

Zum Bestücken des Schalters verwenden Sie den mit dem RasWIK-Kit gelieferten 2N3906-Transistor und einen 1K-Widerstand, den Aufbau zeigt Abbildung 8. Als Kontrollsoftware auf dem RasPi lässt sich das Skript aus Listing 1 recyceln, wobei Sie den Wert im zweiten sleep-Befehl am besten auf 0.5 verringern.

Zum Fotografieren verbinden Sie den Transistorschalter mit der Kamera, aktivieren die Stromversorgung des XinoRF und starten auf dem RasPi das Skript, das dann den Kameraverschluss auslöst.

Abbildung 8: Verkabelungsdiagramm für den Transistorschalter auf Basis des XinoRF.

Fazit

Es gibt mehr als nur einen guten Grund, den Erwerb des RasWIK-Pakets ins Auge zu fassen. Sowohl die Hard- als auch die Software arbeitet sofort nach dem Auspacken ohne umständliche Konfiguration, das grafische Frontend WIK erleichtert den Einstieg.

In der Schachtel finden sich etliche elektronische Bauteile, die Sie direkt zum Einsatz bringen können – sei es, um lediglich eine LED blinken zu lassen, oder für eine clevere Internet-of-Things-Lösung. Die Produktwebseite hält eine ausgezeichnete Dokumentation vor, samt zahlreicher direkt umsetzbarer Beispiele.

Langer Rede kurzer Sinn: Wer Spaß am Ausloten der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Raspberry Pi hat, der kommt um RasWIK eigentlich nicht herum. 

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