Netzwerkverbindungen konfigurieren und Fehler beheben

Namen und Zahlen

Das Address Resolution Protocol ARP ermittelt die physikalische Hardware-Adresse, die zu der IP-Adresse eines Rechners gehört. Das System stellt diese sogenannten MAC-Adressen fremder Systeme erst im Zug von Interaktionen mit diesen – etwa eines Pings oder einer anderweitigen Datenübertragung – fest und speichert sie dann in einem ARP-Cache zur weiteren Verwendung. Ursprünglich nutzte und verwaltete der Befehl arp die gleichnamigen Tabellen.

Auch für arp stellt Ip einen Ersatz bereit. Das Objekt heißt in diesem Fall neigh (engl.: "neighbor", Nachbar). Beispiele für die Anwendung der zwei Befehle zeigt Listing 4. In beiden Fällen enthält die Ausgabe die IP-Adresse (192.168.1.111), die Link-Layer-Adresse (lladdr 00:30:05:0c:0b:23) sowie das physische Gerät (eth0), das mit dieser Adresse verbunden ist.

Listing 4

 

$ arp 192.168.1.111
Adresse       Hardware-Typ Hardware-Adresse  Optionen Maske Schnittstelle
192.168.1.111 ether        00:30:05:0c:0b:23 C                       eth0
$ ip neigh show 192.168.1.1
192.168.1.111 dev eth0 lladdr 00:30:05:0c:0b:23 REACHABLE

Benutzer bauen eine Verbindung zu einem entfernten Rechner eher über den Hostnamen als über die IP-Adresse auf. Computer aber müssen die IP-Adresse verwenden und wandeln den Namen daher automatisch via DNS zurück in Zahlen. Ob das Umwandeln von Namen und Adressen klappt, prüfen Sie entweder mit dem Tool nslookup oder mit host. Beide Programme gehören zum Paket bind-utils. Der Befehl nslookup bietet dabei mehr Funktionalität und liefert eine umfangreichere Ausgabe als host.

Fehler beheben

Nachdem Sie Routen definiert haben, überzeugen Sie sich zuerst davon, ob die Pakete entfernte Hosts tatsächlich erreichen. Dazu verwenden Sie das Werkzeug ping und geben dabei als Argument entweder den Hostnamen oder die IP-Adresse an (Listing 5).

Listing 5

 

$ ping -c4 192.168.1.111
PING 192.168.1.111 (192.168.1.111) 56(84) bytes of data.
64 bytes from 192.168.1.111: icmp_seq=1 ttl=128 time=0.309 ms
64 bytes from 192.168.1.111: icmp_seq=2 ttl=128 time=0.361 ms
64 bytes from 192.168.1.111: icmp_seq=3 ttl=128 time=0.316 ms
64 bytes from 192.168.1.111: icmp_seq=4 ttl=128 time=0.318 ms
--- 192.168.1.111 ping statistics ---
4 packets transmitted, 4 received, 0% packet loss, time 2998ms
rtt min/avg/max/mdev = 0.309/0.326/0.361/0.020 ms

Die Option -c (engl. "count") begrenzt dabei die Anzahl der übermittelten Pakete. Ohne diese Einschränkung sendet Ping fortlaufend Testpakete, bis Sie es über [Strg]+[C] beenden. In der Ausgabe von Ping sehen Sie einen Bericht für jedes Paket mit den Informationen über den Erfolg der Verbindungsaufnahme und die entsprechenden Antwortzeiten.

Ohne weitere Angaben sendet Ping seine Pakete im Sekundentakt. Dies ändern Sie bei Bedarf über die Option -i, hinter der Sie die Verzögerung zwischen den Paketen in Sekunden angeben. Um etwa jede halbe Sekunde einen Ping abzusetzen, verwenden Sie folgenden Befehl:

$ ping -i 0.5 192.168.1.111

Geben Sie den Schalter -f ("flood") an, versendet Ping die Pakete ohne Verzögerung schnellstmöglich hintereinander, bis Sie den Vorgang mit [Strg]+[C] abbrechen. Ähnlich verhält sich die Option -l nn, die jedoch die Anzahl versendeter Pakete auf nn begrenzt. Das vielseitige Werkzeug Ping bietet noch eine ganze Reihe anderer Optionen, die Sie bei Interesse der Manpage des Tools (man ping) entnehmen.

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