Den RasPi über Android-Apps kontrollieren

© Sergey Konyakin, 123RF

Pi-Droiden

Mit den richtigen Apps avanciert Ihr Android-Smartphone zur praktischen, allzeit bereiten Kontrollzentrale für den Raspberry Pi.

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Für Android-Smartphones gibt es eine ganze Reihe nützlicher Apps, die mit dem Raspberry Pi kooperieren. Dabei reicht die Bandbreite der Möglichkeiten vom schlichten Monitoring über die Mediacenter-Bedienung bis hin zur Ansteuerung der GPIO-Pins auf dem RasPi.

Betreibt man einen Raspberry Pi im Headless-Modus ohne Bildschirm, Tastatur und Maus, erweist sich ein Monitoring-Werkzeug als hilfreich, mit dem man jederzeit den Betriebszustand des Minirechners überprüfen kann. Als Überwachungsgerät drängt sich ein Smartphone geradezu auf, das man naturgemäß stets zur Hand hat und das – wie meist auch der RasPi – rund um die Uhr läuft.

Für Android gibt es mit pypSysInfo und der zugehörigen App PSIAndroid, RPi-Monitor sowie Raspcontrol eine ganze Reihe entsprechender Lösungen. Allerdings erfordern die meisten dieser Werkzeuge eine Installation auf dem RasPi, samt entsprechender Konfiguration und Wartung.

RasPi Check

Als elegantere Lösung präsentiert sich die App RasPi Check [1], die lediglich einen auf dem Raspberry Pi laufenden OpenSSH-Server erfordert. Zwar bietet sie nicht ganz so viele Möglichkeiten wie phpSysInfo, liefert aber einen guten Überblick aller wichtigen Betriebsparameter. Dazu gehören neben einer generellen Systeminformation auch der Zustand der Netzwerkschnittstellen und Massenspeicher sowie eine Übersicht der laufenden Prozesse (Abbildung 1). Neben Informationen wie Uptime sowie CPU- und Speicherauslastung präsentiert RasPi Check auch Daten zum Overclocking, darunter die CPU-Temperatur sowie Taktung und Versorgungsspannung des Prozessors.

Abbildung 1: Mit RasPi Check überwachen Sie den Raspberry Pi bequem von Android-Smartphone aus.

Sie installieren RasPi Check aus dem Play Store. Beim ersten Start fragt die App das Profil für eine SSH-Verbindung zum RasPi ab und speichert die Daten samt Benutzername, Passwort und Sudo-Passwort unter einem frei wählbaren Profilnamen, optional samt einer Beschreibung. Als Authentifizierungsmethoden stehen neben Passwort auch Private key und Private key m. Passwort zur Auswahl.

Nach dem Speichern des ersten Profils verbindet sich RasPi Check direkt mit dem entsprechenden RasPi und zeigt die zugehörigen Überwachungsdaten an. Die App kommt mit mehreren Profilen zurecht, sodass Sie auch mehrere RasPis damit überwachen können. Über das Home-Menü fügen Sie jederzeit weitere Profile hinzu oder löschen nicht mehr benötigte Einträge. Hier stellt RasPi Check auch ein Kommando zum Herunterfahren des angesteuerten RasPis bereit. Weitere Steuerungsfunktionen beherrscht es jedoch nicht.

RaspberryPi Controller

Noch einfacher gestrickt als RasPi Check präsentiert sich RaspberryPi Controller [2]. Es beherrscht genau drei Aufgaben: Es kann die Erreichbarkeit des RasPis prüfen und diesen entweder herunterfahren oder neu starten (Abbildung 2). In vielen Situationen genügen diese Möglichkeiten aber schon völlig.

Abbildung 2: Schlichtestmögliche App: Der RaspberryPi Controller prüft die Erreichbarkeit des RasPi und kann den Minirechner neu starten oder herunterfahren – das war's.

Die Konfiguration fällt entsprechend simpel aus: Als Zugangsdaten geben Sie den Hostnamen respektive die IP-Adresse des RasPi und einen Benutzernamen samt Passwort sowie das Sudo-Passwort an. Wechseln Sie nun in den Hauptbildschirm und betätigen den Schalter Status überprüfen, signalisiert die App den Status des Minirechners, indem es die neben dem Button stehende Fläche rot (RasPi nicht erreichbar) oder grün (RasPi erreichbar) einfärbt. Über die Schalter Neustart rebooten Sie den RasPi, über Anhalten fahren Sie ihn herunter.

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