Heft-DVD 05/2013

Neues auf den Heft-DVDs

Ohne ein System handelt es sich bei dem Raspberry Pi nur um eine Platine ohne Funktion. In der ersten Ausgabe von Raspberry Pi Geek stellen wir Ihnen auf dem beiliegenden Datenträger einen Grundstock an passenden Linux-Derivaten bereit, mit denen Sie den Single-Board-Computer in einen funktionsfähigen PC verwandeln.

Raspbian 2013-05-25

Das bekannteste OS für den Raspberry Pi ist Raspbian. Dabei handelt es sich um eine für den Minirechner angepasste Variante von Debian GNU/Linux. Debian ist nicht nur auf Serversystemen weit verbreitet, sondern bildet auch die Grundlage für einige populäre Desktop-Distributionen, wie beispielsweise Ubuntu. Dies wirkt sich wiederum positiv auf Raspbian aus: Mit den 35.000 Paketen aus den Debian-Paketquellen kann der Nutzer auf eine enorme Menge an freier Software zurückgreifen. Raspbian liegt in den beiden Varianten Hardfloat (-raspbian) und Softfloat (-armel) vor. Erstere arbeitet deutlich schneller, weswegen Sie es in fast allen Fällen bevorzugen sollten. (tle)

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Einen Kontrapunkt zu den grafisch orientierten Systemen setzt die Distribution Arch Linux 2013_05_14. Sie bootet innerhalb weniger Sekunden in die Kommandozeile. Fachkundige erhalten ein gertenschlankes Grundsystem, das sie ihren Bedürfnissen gemäß gezielt ausbauen.

Das Tool BerryBoot 20130528 stellt eine Mischung aus Bootmanager und Installationshilfe dar das Ihnen nach dem Startvorgang anbietet, das gewünschtes RasPi-Betriebssystem auf der SD-Karte selbst zu installieren. Alternativ legt es aber seine Boot-Dateien auch auf einen an den Raspberry Pi angeschlossenen USB-Stick oder eine Festplatte ab.

Ähnlich wie BerryBoot stellt auch NOOBS 2.1 ("New Out Of The Box Software") stellt eine Mischung aus Bootmanager und Installationshilfe dar. Um den Helfer zu nutzen, formatieren Sie auf dem PC die SD-Karte mit dem FAT32-Dateisystem und entpacken darauf anschließend die NOOBS-ZIP-Datei.

Dank seines hardwarebeschleunigten Grafikchips eignet sich Raspberry Pi nahezuperfekt zum Abspielen von Multimedia-Dateien, so gibt er selbst Full-HD-Videos ruckelfrei wieder. Dies nutzt OpenELEC 3.06, um aus dem Minirechner ein vollwertiges Media-Center zu zaubern. Dazu führt es nach dem Booten des RasPi XBMC (XBox Media Center) aus. Dieses spielt Mediendateien nicht nur von lokalen oder Netzlaufwerken ab, sondern kommt auch mit Web-Streams aller Art zurande.

Die Entwickler von PiBang 20130411 ließen sich vom ultraschlanken Crunchbang Linux inspirieren. Es verwendet als Standard den leichtgewichtigen Window-Manager Openbox, nutzt den neueren 3.6er-Kernel und bietet in seiner Paketquelle auch aktuellere Softwareversionen an. Die Bildbearbeitung Gimp und die Textverarbeitung Abiword bringt PiBang bereits mit. Die Distribution setzt zwar weniger Vorkenntnisse voraus als etwa Arch Linux, richtet sich aber dennoch eher an erfahrenere Anwender.

Bei Pidora 18 RC1 handelt es sich um eine an den Raspberry Pi angepasste Version von Fedora, der Community-Variante von Red Hat Linux. Auf Desktop-PCs erfreut sich Fedora hoher, auf Servern wachsender Bedeutung. Unter anderem deswegen plante die Raspberry Pi Foundation ursprünglich, Pidora zur Standard-Distribution für den RasPi zu ernennen. Doch die ersten Versionen erwiesen sich als sehr langsam und zum Teil fehlerhaft, weswegen Raspbian zum Klassenprimus aufstieg und von da an stark gefördert wurde.

Da in einem Raspberry Pi ein ausgewachsenes Linux steckt, stellen auch eigene Web-Anwendungen für den Heimgebrauch kein Problem dar. So lassen sich etwa die Daten einer Wetterstation mit Ruby auswerten und dann mithilfe eines Web-Servers im Eigenbau präsentieren. Dabei hilft das kleine Programm Programm Te923tool 0.5 von Sebastian John, das viele Wetterstationen auslesen kann, die auf HIDEKI basieren.

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