Editorial 05/2013

In eigener Sache

Der Raspberry Pi hat die IT-Landschaft um ein kreatives Element erweitert. Mit dem Raspberry Pi Geek begleiten wir die Entwicklung, bieten eine Plattform für die duetschsprachige Community und liefern Tipps und Anregungen für die eigenen Projekte mit dem Mini-PC.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

manche Dinge entwickeln, sobald man sie einmal angeschoben hat, unerwartet ein gewisses Eigenleben – und bewegen sich in Richtungen, die vom Erfinder so eigentlich nicht vorgesehen waren.

In diese Kategorie fällt ganz sicher auch der Raspberry Pi: Sein geistiger Vater Eben Upton und dessen Kollegen von der Raspberry Pi Foundation wollten eigentlich nur einen kleinen, billigen Rechner für Ausbildungszwecke entwickeln. Der sollte den britischen Unis zu mehr Nachwuchs für IT-Studiengänge verhelfen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass kaum noch jemand aus der Handy- und Facebook-Generation programmieren konnte oder auch nur wollte.

Stattdessen wurde der Mini-Rechner fast über Nacht zum Selbstläufer in der Maker-Szene. Statt sich der Nachwuchsgenerierung für eine neue Generation von Hard- und Software-Ingenieuren widmen zu können, mussten sich Upton und Co. monatelang die Nächte mit Produktionsentscheidungen um die Ohren schlagen. Der Bildungsansatz blieb erst mal auf der Strecke – dafür sind mittlerweile über eine Million RasPis an den Geek gebracht, und monatlich kommen 40 000 neue dazu.

Ein ähnlich Eigenleben entwickelndes Projekt hat dazu geführt, dass Sie heute dieses Heft in der Hand halten. Eigentlich macht das Redaktionsteam bereits eine monatlich erscheinende Zeitschrift: LinuxUser, das Praxismagazin für Anwender des freien Betriebssystems, kennt vermutlich der ein oder andere von Ihnen bereits. Da eine Linux-Distribution als Standardbetriebssystem für den Raspberry Pi dient, haben schon mehr als einmal Artikel zum Mini-Rechner in LinuxUser Eingang gefunden. Und nachdem die Redaktion ohnehin längst RasPi-infiziert ist – nur ein Kollege hat noch keinen zu Hause – lag der Gedanke nahe, doch mal ein Sonderheft zu dem Thema zu machen.

Das war schön gedacht, entpuppte sich jedoch schnell als zu kurz geworfen: Leser fragten nach einem regelmäßigen deutschsprachigen Magazin zum Raspberry, um nicht immer Englischsprachiges aufdröseln zu müssen. Kollegen aus anderen Abteilungen des Verlags outeten sich als begeisterte RasPi-Jünger auf Futtersuche. Langjährige Stammautoren von LinuxUser bombardierten uns mit mehr Artikelvorschlägen zum Thema Raspberry, als wir selbst in zwei Sonderheften abdrucken könnten. Und auch die Kollegen unserer internationalen Verlagsschwestern zeigten reges Interesse, wie Sie an den Beiträgen britischer, spanischer und nordamerikanischer Autoren in diesem Heft sehen.

Bekanntlich hilft oft nur weiter, die Not flugs zur Tugend umzuwidmen, und so haben wir schließlich beschlossen, aus dem Sonderheft ein eigenes Magazin zu machen. Raspberry Pi Geek (http://www.raspi-geek.de) heißt das Kind und erscheint fürs Erste alle zwei Monate. Entsprechendes Interesse von Ihrer Seite vorausgesetzt, spricht grundsätzlich auch nichts dagegen, das Heft öfter und dicker zu drucken. Sehen Sie sich unseren Erstling in aller Ruhe an, und schreiben Sie uns dann: Was gefällt Ihnen gut, was sollten wir besser machen? Welche Themen interessieren Sie mehr, welche weniger? Fehlt der Artikelmischung eine entscheidende Zutat?

Wir freuen uns schon an Ihre E-Mails an redaktion@raspi-geek.de. Noch bleibt genug Zeit, Ihre Anregungen noch in die nächsten Ausgabe von Raspberry Pi Geek einfließen zu lassen, für die wir hier in der Redaktion bereits kräftig Anlauf nehmen.

Herzliche Grüße,

Jörg Luther

Chefredakteur

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